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Fahrzeugwahl auf Steyr 680

Am vergangenen Wochenende war es nun endlich soweit. Wir holten unser Wohnmobil ab aber erst mal von vorn.

 

 

Wie schwierig so eine Suche nach einem fahrbaren Untersatz sein sollte, war uns zu Beginn der Überlegungen "wir fahren zu viert mal eben los" gar nicht bewusst. Dabei waren die Ansprüche doch gar nicht so hoch geschraubtJ geländegängig sollte es sein - 4 feste Schlafplätze sollte es haben - und bezahlbar - achso nach Möglichkeiten "reisefertig". Mit diesen Ansprüchen vergingen seit April Wochen um Wochen der Suche. Die Favoriten wechselten in dieser Zeit genauso häufig wie die Modelle. Selbst ein Besuch auf der diesjährigen Caravan Ausstellung in Düsseldorf, brachte eher eine Art der Ernüchterung in uns hervor als ein Akt der Erkenntnis. Wenn es etwas Positives haben sollte, war es die Tatsache, dass wir nun genau wussten was wir uns definitiv nicht leisten können/wollen und es wird kein Transporter-/Kastenwagenumbau, da das Terrain und die Klimazonen in denen wir uns bewegen werden es einfach nicht zulassen.

 

 

Somit begaben wir uns, wahrscheinlich mit einem anderen Blick auf die Dinge, wieder auf die Suche in dem bereits in- und auswändig studierten Mobile-Portal.

 

 

 2 Fahrzeuge die in der Vergangenheit nicht unsere Aufmerksamkeit erregen konnten, standen nun auf einmal als die beiden absoluten Favouriten vor uns. 2 Steyr 680 als 2- und 3-Achser. Kurz um, wir haben dann mit den beiden Besitzern einen Besichtigungstermin vereinbart. Bastelten uns eine schöne Wochenendtour quer Deutschland und fuhren los. Die Kinder wurden an diesem Wochenende im Hause Sanne geparkt und genossen die Zeit in vollen Zügen, mit vielen Highlights, welche Falk, Marie und Enno für sie bereit hielten. Vielen Dank an dieser Stelle, von Herzen.

 

 

In der Erwartung unseren neuen Wagen gleich mitnehmen zu wollen, fuhren wir mit Überführungskennzeichen und ein wenig Bargeld in der Tasche los. Ziel war Langenhorn, wo unser Zweitwunsch stand. Von den Bildern und Erklärungen im Internet, hatten wir für bereits eine Vorauswahl getroffen und somit den Routenverlauf bestimmt. Damit wir alles an diesem Wochenende schaffen, fuhren wir bereits Freitag los und übernachteten in der Nähe des Ziels im Auto. Was uns dann aber am Samstagmorgen erwartete, überraschte uns sehr positiv und legte auch gleich die Messlatte deutlich höher als wir selber geglaubt hatten. Mit diesem mehr als guten Gefühl im Bauch zu wissen, egal was kommt  wir haben etwas in Aussicht, mit dem wir uns beide auf Anhieb  vorstellen konnten los zu ziehen, machten die kommenden Kilometer bis ins Emsland zu einer sehr entspannten Reise. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Bremen und leckeren Abendessen bei Sandra und Sven, fuhren wir bis in den späten Abend bis zu unserem Ziel. Auch hier übernachteten wir wieder in unserem Sharan. Am nächsten Morgen trafen wir uns gleich früh mit dem Eigentümer der extra aus Lübeck angereist war. Doch schon nach wenigen Minuten vor Ort und einem kurzen Blickwechsel zwischen uns Beiden stand fest, dass wir gleich im Anschluss der Besichtigung den anderen Zusagen werden.

 

 

Es sind dann allerdings noch 4 weitere Wochen vergangen, bis wir Vier uns auf den Weg machen durften, um unseren neuen Gefährten abzuholen. Der Plan schien ganz simpel. Kinder, Kennzeichen und Schlafsäcke einpacken mit dem Auto zum Bahnhof. In Oranienburg den Zug besteigen und in Langenhorn ankommen. So weit so gut. Wir entschieden uns aber am Morgen spontan zum Bahnhof zu laufen, da uns ein 4 stündiges Geburtstagsessen zu dem Gerhard uns den Abend zuvor eingeladen hatte, noch schwer im Bauch hing. Auch die Kontrolleure in der S-Bahn die ernüchtert und enttäuscht das Abteil, ob der misslichen Ausbeute wieder verlassen haben, ließen uns nicht aufhorchen. Haben wir tatsächlich alles vor der Abreise kontrolliert? Egal, Vorfreude und Aufregung überdecken manchmal Dinge. Vom Berliner Hauptbahnhof ging es dann mit dem ICE Richtung Hamburg Altona.  Die vielen kleinen zuvor erworbenen Leckereien waren gerade verzehrt, da riss Diene plötzlich die Augen weit auf und fragte mich erschrocken, ob ich nicht wüsste was wir vergessen haben. Keiner Schuld bewusst, ob gleich wissend, es war nichts Gutes, zuckte ich die Schultern. In dem Moment reichte nur ein Wort, um die Misslichkeit unserer Situation uns beiden zu vergegenwärtigen. Überführungskennzeichen?!?!  Diese lagen noch im Auto, zu Hause, um Sie morgens halt nicht zu vergessen, wenn man Aufbricht. Selber ausgetrickst!

 

 

Es geht an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an Diene´s Eltern (Manni und Geli), die sich sofort bereit erklärt haben, die Kennzeichen bei uns abzuholen und uns nach Hamburg Altona zubringen, da ein Umkehren mit ICE schier unmöglich war. Puhh.. halt so´n typisches SchuSchu-Ding… wird wahrscheinlich nicht die letzte Anekdote sein, aus der Kategorie " gut gemeint aber dumm gelaufen".

 

 

Endlich am Bahnhof in Langenhorn bei Starkregen angekommen,  holte Dirk Andresen uns vom Bahnhof ab. Nun war die Aufregung gerade bei den Kindern nicht mehr zu übertreffen. In voller Vorfreude fuhren wir durch das kleine Örtchen bis zum Hof, wo auch bereits Dirks Frau Bente auf uns wartete. Nun war es endlich soweit. In den folgenden beiden Stunden bekamen wir noch einmal eine kleine Einweisung in den Steyr, die Kinder hielten mit Bente und Dirk ein Interview für ihr Filmprojekt.

 

Pünktlich zu unserer Abreise riss der Himmel auf und wir fuhren das erste Mal als Familie gemeinsam, mit Sonnenschein, in unserem zukünftigen Heim los.

 

 

Schnell wird uns an diesem Tage klar, es wird dieses entschleunigte Reisen,  worauf wir uns schon so lange freuen. Nach einer ersten unruhigen Nacht in Husum, fuhren wir weiter bis auf die Insel Poel. Von der aus wir am Dienstag direkt nach Oranienburg fuhren.

 

 

Seit Mittwoch steht unser Steyr nun in Birkenwerder in der Werkstatt und erhält seine H-Zulassung.

 

 

Wir sind ganz verliebt und die Vorfreude steigt stetig.

 

 

 

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