· 

Die ersten Momente-Dänemark und Schweden

Dänemark

Wir sind jetzt ca 2 ½ Wochen unterwegs, von Flensburg nach Henne Strand-Blabjerg wo wir Mountainbike fuhren auf einer der besten Dänemarks. Über Ulfborg, Aalborg ging es nach Skagen. Auf der Landzunge Grenen treffen die Ostsee und die Nordsee zusammen. Irre, was für ein Naturspektakel. Dänemark war für uns nur ein kurzer Besuch. Wir stellten fest, dass die raue Landschaft und der eisige Wind ordentlich frisch sind und uns ordentlich um die Ohren blies.  Campingplätze sind noch alle so gut wie geschlossen. Winterpause. Open at 1.April … mmh Schitte und wo bekommen wir jetzt Wasser für unseren Tank her? In Aalborg haben wir einen geschlossenen Campingplatz ausgemacht der zumindest personell besetzt. Ard lies hier bei einer jungen Dame seinen Charme spielen, klar, dass wir Wasser bekamen. Ich durfte diesmal ran. Mit gefroren Händen hielt ich den Schlauch in den Tank und hoffte auf ein baldiges VOLL sein der beiden Tanks. Ca 20 min später war es dann Geschehen. Juhu. Okay, dies sollte dann schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Schweden sein, wer halt zu dieser Jahreszeit los fährt, sollte damit rechnen—liebe Nadine-- . 😉

Schweden

Am 18.3.18 entschieden wir uns dann nach Schweden überzusetzen. Uns war halt danach. Um ca 20:00 Uhr fuhren wir von Frederikshavn nach Göteborg. Dort landeten wir um 23:30 Uhr und stellten uns an den Hafen. Göteborg war ziemlich anstrengend für uns, Großstadt und super viele Leute. Puhh. Also nach 2 h shoppen für die Mädels, Zitat von Elu: „Oh Mama wie cool, schau mal in den Laden und der Laden erst.“ 😉  Na gut, los dann eine Runde shoppen, ihr habt ja Taschengeld, äh Stopp-Taschengeld, Euro. Oh. Wir versuchten tatsächlich krampfhaft ein Tauschbüro zu finden. 1h später sind wir in einer etwas größeren Male fündig geworden und die Kids waren glücklich, ich auch, endlich. Jetzt konnten sie loslegen. Elu fand nichts und Tara vergnügte sich bei Zara. 2 Hosen und eine Lichterkette später, stellten die Mädels aber fest, dass es hier doch alles etwas teuer ist.

Weiter ging es an dem Tag nach Läckö, zu einem tollen Schloss am großen Vänern. Der größte See Schwedens und der dritt größte Europas. Das Schloss wurde um das 12. Jahrhundert gebaut. Imposant, aber geschlossen. Nicht schlimm, es gab einen tollen Wanderweg am See entlang. Einfach traumhaft und der riesige See war bis zur Hälfte zugefroren. Es ist kaum in Worte zu beschreiben, was das für eine beeindruckende Natur ist. 

Wir fuhren östlich am Vänern vorbei, Richtung Norden. Auf die Nachfrage von Hobbyornithologen ob wir denn in die Berge wollten. Wurde dieser Vorschlag kurzer Hand in die Tat umgesetzt. Skifahren, dass klang gut für uns alle. Also los. Man muss dazu sagen, es gab dieses Jahr in Schweden irre viel Schnee, in Mittelschweden waren es teilweise bis zu 5 m. In Sälen gibt es ein tolles Skigebiet, wo jetzt auch noch Gondeln fahren. Etwa 80 km vorher stoppten wir aber bereits Branäs einem kleinem Familienskigebiet. Auf Anraten von Einheimischen, sollten wir nicht weiter in den Norden fahren, da die Straßen sehr schlecht befahrbar wären, auch mit unserem Steyni. Es war wirklich sehr vereist außerhalb der Hauptstraßen und der Schnee türmte sich um so weiter es in den Norden ging. Es gab in Branäs einen offen Campingplatz, wo wir Wäsche waschen und Duschen konnten. Super, aber auch schön teuer, naja Skigebiet halt. 

Skiunfall

Am nächsten Tag holten wir uns dann Ski und Skischuhe. Die Kids schon super aufgeregt, also nix wie auf die Piste und los, bei herrlichem Sonnenschein und wenig Betrieb, hatten wir alle riesigen Spaß, bis ich stürzte. Ich bin einem Kind ausgewichen, schoss in den Abhang und dachte, ich halte jetzt an einer Laterne und dies tat ich auch. Mein rechtes Bein hing am Laternenmasst und mein linkes verdrehte sich so, dass beide Knie nach innen lagen und ich mich nicht hochdrücken konnte. Misst, schmerzhaft und keiner da. Beim Versuch mich hochzudrücken rutschte mir rechts die Kniescheibe raus, schnell wieder hinsetzen dachte ich und sie ging wieder zurück, puh. Irgendwie schaffte ich es mich unter tierischen Schmerzen meiner Ski zu befreien. Ich sah ein Schneemobil, winkte und es kam, oh Himmel sei Dank. Ich konnte irgendwie laufen und mich auf das Mobil setzen, was Adrenalin in diesem Moment macht, toll. Er fuhr mich zum Steyni und ich stapfte die Treppen hoch, versuchte mich kurz zu sammeln. Was hilft jetzt? Ich suchte händeringend meine Akupunkturnadeln, Heilmagnet, Tape, Globulis zusammen und legte mich hin, nadelte und bat meine Knie nicht kaputt gegangen zu sein. Am nächsten Tag ging bei mir nichts mehr. Rechtes Knie mega dick, links schmerzhaft und an Laufen war nicht zu denken. Wir machten uns auf den Weg nach Stockholm ca 444km um dort eine Familie zu treffen und im Falle ich einen Arzt benötige. Als erstes trafen wir uns mit Jaqueline, welche eine Akupunkturpraxis hat, http://www.roslagensakupunktur.se/de/ , dass kam mir natürlich sehr gelegen. Nach 2 Tagen im Auto, versuchte ich hinaus zukommen um eine tolle Behandlung zubekommen, es klappte und am Abend waren wir eingeladen bei ihnen zum Essen. Es war super interessant. Vielen Dank an euch von Herzen, es war sehr schön. Am nächsten Tag fuhren wir nochmals in die Praxis und siehe da, ich konnte wieder laufen, es ist zwar noch holprig, aber die Schwellungen ließen nach und ich glaube, dass alles gut gegangen ist. Das Gesundheitssystem in Schweden ist leider nicht wie in Deutschland, man hat hier als Besucher mit sehr langen Wartezeiten zu rechnen, da man keine Personennummer hat. Diese wird vorläufig angelegt und damit kommen die Schweden nicht wirklich klar und dann gibt’s nen kurzes Bild, wenn man Glück hat, eine Pille und abwarten. Mmh, dann nehme ich doch lieber meine Akunadeln und weiß das alles gut verheilen wird. 

Jetzt stehen wir im Osten von Stockholm auf einer Insel im Ort Lillsved und werden die nächsten 3 Wochen uns um Stockholm tummelt, da wir ab dem 7.4.18 mit Marie und Falk für eine Woche hier ein Häuschen gemietet haben. Sie kommen uns besuchen, yeah.   

Wie geht es uns sonst?

Wir sind noch sehr in unserer Findungsphase des Zusammenlebens auf diesem kleinen Raum. Ich will mal so sagen, es ist noch nicht wirklich angekommen, dass wir uns auf einer Reise durch die Welt befinden. Jeder Tag ist anders. Mal gibt es Gefühle welche in uns jubeln und dann gibt es diese Tage wo man selbst nicht weiß wohin mit sich. Wir dürfen wirklich erstmal alle ankommen und auch wieder zusammen finden. Am Auto sind auch noch hin und wieder Ausfälle. Derzeit sind die Wasserleitungen eingefroren, welche wir nicht auftauen können, dass heisst, kein Wasser. Gut das wir am Wasser stehen. Jetzt wird’s wie in Grönland, Eis holen, auftauen, warm machen, abwaschen, Klo wird nur im Notfall benutzt, Waschen????? Mmh, ähnlich wie das Abwaschprinzip. Aber alles nicht schlimm, es ist saugemütlich hier drin und wir entspannen jetzt auch. Und: alles kann man irgendwie überbrücken und reparieren.

Thema Lernen-Freies Lernen

Bei den Kids flogen jetzt mal für 1 Woche die Handys und die IPads in die Ecke und siehe da es wird ordentlich freiwillig gelesen und unsere Kinder sind wieder im JETZT. Tara hat heute sogar alleine auf dem zugefrorenen See, welchen ich derzeit nicht betreten kann, einen älteren Herrn getroffen beim Eisangeln und war natürlich hellauf begeistert ihm alles aus der Nase zu ziehen an Infos wie es nur geht. Englisch oder in Schwedisch? In Englisch natürlich, ganz alleine und es fiel ihr gar nicht schwer. Also was ich damit sagen möchte, es geht los. Die Kinder entwickeln jetzt ihren eigenen Ergeiz um ihr Wissen zu erweitern. Täglich ergeben sich neue Diskussionen über alltägliche Dinge in der Welt. Viel auch über den Körper des Menschen, dann wird recherchiert und alles ausprobiert. Beispiel: Chinesische Medizin, war ja jetzt aktuell in der Praxis von Jaqueline, sie erzählte viel aus China und jetzt war es auch noch interessanter was Mama da immer am Puls diagnostiziert und an der Zunge. Also kommen jetzt die Erklärungen. Das ist schön zu sehen und macht beiden sehr viel Freude. 

 

So und jetzt mal eine Pause. Wir drücken euch alle aus der Ferne. Eure Schuschus 

 

Leider konnte ich nur wenige Bilder hochladen, sie müssen erst formatiert werden. Ich hoffe es wird sehr bald etwas.

Die Bilder sind noch in Dänemark.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Silki (Montag, 02 April 2018 22:51)

    Schön von euch zu lesen, auch wenn der Unfall natürlich nicht so toll ist. Liebe Grüsse�

  • #2

    Mandy (Samstag, 21 April 2018 21:20)

    Tolle Bilder aus Dänemark, ich liebe den Henne Strand. Und Cornelia hat mir ein Bild aus Norwegen geschickt. Wunderschön. Ich wünsche euch viel Glück auf eurer Reise. Würde mich freun euch auch wieder zusehen. Passt Gut auf Euch auf.

  • #3

    Lone (Mittwoch, 25 April 2018)

    Hallo, Ihr Lieben!
    Endlich ist bei uns ein wenig Ruhe eingekehrt, auch wenn noch nicht alles gut ist...

    Ich musste ja doch schmunzeln als ich von den geschlossenen Campingplätzen gelesen habe - ja, wenn man im Winter außerhalb der Saison losfährt ist so manches überraschend �
    Nadine, ich hoffe, dass Deine Knie wieder in Ordnung sind. Ich weiß, wie schmerzhaft kaputte Knie sind.

    Für Eure Weiterreise wünsche ich Euch von Herzen alles Gute, Gottes Segen und ein friedliches Miteinander!

    Herzliche Grüße aus Hennigsdorf �‍♀️
    Lone mit Uwe und Lasse